Wer als Kind Asthma hatte, für den erhöht sich das Risiko, als Jugendlicher ADHS zu bekommen. Was Mediziner schon lange vermuteten, bestätigt eine schwedische Studie, die im Fachmagazin "Allergy" veröffentlicht wurde.
Für die Studie hatten Wissenschaftler vom Karolinska Institut und dem Astrid Lindgren Children´s Hospital die Daten von 1.480 Zwillingspaaren aus dem schwedischen Medical Birth Register erhoben. Parallel dazu hatten sie die Eltern der zwischen 1985 und 1986 geborenen Zwillinge befragt, als diese acht bzw. neun Jahre und 13 bzw. 14 Jahre alt waren. Ausgewertet werden konnten die Daten von 906 Zwillingspaaren.
Ihr Fazit: Kinder, die mit acht bzw. neun Jahren Asthma hatten, erkrankten als Jugendliche mit einem zweifach erhöhten Risiko an ADHS als Kinder ohne Asthma. Die Analysen zeigten, dass 68 Prozent des Zusammenhangs zwischen Asthma und ADHS genetisch bedingt seien.
Asthma ist mit sechs bis acht Prozent die häufigste chronische Krankheit bei Kindern, unter ADHS leiden etwa drei bis fünf Prozent. Je früher Asthma behandelt wird, desto besser kann das Kind gegen Langzeitschäden geschützt werden.
Service: Ein kostenloses Abstract der Studie von N. Morgensen et al. Association between childhood asthma and ADHD symptoms in adolescence — a prospective populations-based twin study. Allergy 2011: 66: 1224–30 finden Sie im Internet:
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