Die Therapie erfolgt in der Regel spielerisch, gestalterisch und/oder handlungsbezogen. Es können verschiedene spezifische Materialien zum Einsatz kommen: lautgetreue Texte, PC-gestützte Programme, LÜK-Arbeitsmaterialien, celeco (PC-Programm), BrainBoy (nach dem Warnke-Konzept), Buchstabenstempel oder -karten, u.v.m.Im Rahmen einer ganzheitlichen Sichtweise werden auch die grundlegenden Körpersinne mit in die Therapie einbezogen, um die Behandlung "sinn-voll" zu gestalten. So hat die Körperwahrnehmung (Wahrnehmung von links, rechts, oben, unnen, innen, außen... am eigenen Körper, Körperstellung in bezug zum Raum) eine wesentliche Vorläuferfunktion für aufbauende Fertigkeiten wie Lesen, Schreiben, Rechnen.
Vor Therapiebeginn sollte abgeklärt werden, ob es für die Problematik organische Ursachen gibt (z.B. Kontroll-Termin beim Augenarzt/Orthoptisten). Bitte geben Sie dem Augenarzt Bescheid, dass Sie eine Abklärung aufgrund einer Leseproblematik wünschen. Ggf. wird er/sie dann andere/ergänzende Untersuchungen einleiten als bei einer "normalen" Kontrolluntersuchung.
In der Ergotherapie arbeiten wird an der Basis von Leseschwierigkeiten, also an den Vorläuferfertigkeiten. Daher kann es sinnvoll sein, begleitend eine Lerntherapie durchzuführen.
Für eine Abklärung auf eine Lese-Rechtschreibschwäche ist in der Regel zu einem normierten Lesetest bzw. Rechtschreibtest noch die Ermittlung des Intelligenzquotienten notwendig. Diese Untersuchungen können bei Kinder- und Jugendpsychiatern durchgeführt werden.
