Dabei wird auf die Einbeziehung von verhaltenstherapeutischen Aspekten (z.B. Selbstinstruktion) und Ansätzen des Rechentrainings sowie des individuellen Profils der mathematischen Kompetenzen eines Kindes bezüglich pränumerischer und numerischer Aspekte geachtet. Treten Wahrnehmungsstörungen oder Konzentrationsstörungen auf, so werden entsprechende Konzepte und Vorgehensweisen in die Therapie integriert.Wichtige Wahrnehmungsbereiche sind z.B.:
Innerhalb der Ergotherapie werden diese Themenbereiche spielerisch, gestalterisch und handlungsorientiert erarbeitet; so können Lerninhalte sehr motivierend vermittelt werden.
Bestimmte Hilfsmittel und spezifische Materialien können zum Einsatz kommen: z.B. Montessori-Material, Abaco, computergestützte Programme, bestimmte Spiele (auch als Anregung für zu Hause).Grundsätzlich werden Handlungs- und Bewegungsprozesse, die räumliche Orientierung, aber auch die Beschaffenheit von Materialien und Objekten, verbalisiert und mit den entsprechenden Begriffen ("größer als", "kleiner als", "mehr als", "weniger als") verdeutlicht. Dies gilt besonders auch für mathematische Beziehungen.
Im Rahmen einer ganzheitlichen Sichtweise werden auch die grundlegenden Körpersinne mit in die Therapie einbezogen, um die Behandlung "sinn-voll" zu gestalten. Beispielhaft kann genannt werden: Das Erspüren von Mengen über den Fühlsinn, das Erfahren eines Zahlenstrahls über das Hüpfen (Muskelsinn, Gleichgewichtssinn), etc. Weiterhin hat z.B. die Körperwahrnehmung (Wahrnehmung von links, rechts, oben, unnen, innen, außen... am eigenen Körper, Körperstellung in bezug zum Raum) eine wesentliche Vorläuferfunktion für aufbauende Fertigkeiten wie Lesen, Schreiben, Rechnen.
Ergotherapie setzt an den Basisfähigkeiten an- sie wird oftmals einer Nachhilfe oder Lerntherapie vorgeschaltet oder begleitend verordnet.
